Workshop auf der INKONTAKT 2013

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Workshop der Stadt zum Thema Stadtentwicklung bis 2025

Es geht ja die Mär um, es gäbe allgemeines Interesse an diesem Ding, genannt Bürgerbeteiligung.

Die Stadt Schwedt hatte am 01. Juni im Rahmen der INKONTAKT 2013 zu einem öffentlichen Workshop zum Thema "Stadtentwicklung bis 2025" geladen. Also ging ich da hin.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das intime Theater für solche Veranstaltungen für sehr geeignet halte und die Vorbereitung sehr professionell anmutete. Es gab thematische Schautafeln und es war, soweit ich sehen konnte ein Vortrag mit Präsentation vorbereitet. Ich hatte freie Platzwahl!

Und da sind wir auch schon beim eigentlichen Problem: Ich war der einzige anwesende interessierte Bürger. Doch dazu später mehr.

Wir entschieden uns, auch bei so spärlicher Beteiligung einen Dialog zu führen und in's Gespräch zu kommen. Herr Hein, seines Zeichens Leiter des Fachbereiches 3 - Stadtentwicklung und Bauaufsicht, erläuterte anhand statistischer Auswertungen die demografische Entwicklung unserer Stadt und folgerte daraus, dass es sinnvoll wäre, den Stadtumbau in Richtung Altersgerecht und Aufgewertet voran zu treiben, wie es jetzt auch bereits in der Umsetzung ist. Zum Leidwesen von Herrn Hein, ging ich nicht so richtig darauf ein, dass wir in 12 Jahren baulich auf Senioren fokussiert sind. Zum einen ist das nicht mein Thema, zum anderen sehe ich im Bezug auf die aktive Mitgestaltung des demografischen Wandels durchaus Potential:

Wir möchten jedoch nicht hinnehmen, dass Stadtentwicklung als sich selbst erfüllende Prophezeiung vieles von dieser Entwicklung vorweg nimmt, indem viele Angebote, die sich vor allem an jüngere Jahrgänge richten, einfach eingestellt werden.

Im weiteren drehte sich das Gespräch mit allen Anwesenden der Stadtverwaltung und der Agentur complan im Wesentlichen um meine Wahrnehmung von vor allem gesellschaftlichen Entwicklungen in Schwedt. Die Themen wurden auf Karten festgehalten (Bildergalerie am Ende des Beitrages).

Fazit

Wir haben natürlich nicht das Allheilmittel oder gar den heiligen Gral gefunden, jedoch habe ich das Gespräch als offen, interessiert und konstruktiv wahrgenommen. Ich wünsche mir eine Fortsetzung, eventuell sogar regelmäßig. Der Rahmen und Inhalte lassen sich ja planen.

Bei fachgerechter Nutzung aller Kanäle, wären vielleicht auch mehr Besucher da gewesen. Es wurde in den letzten 14 Tagen vor der Messe über die üblichen Kanäle auf die Veranstaltung hingewiesen. Nochmalige Hinweise am Tag der Veranstaltung über die Website der Stadt und die Facebookseite sowie eine aktive Ansprache der Messebesucher  hätten bestimmt noch 5 Leute gebracht ;) Es kursierten auch Gerüchte, es würde der Vortrag vom Umbau des Zetkin-Quartiers wiederholt, was auch Besucher fernhielt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass das Interesse von Seiten der Bürger vorhanden ist. Wenn mehr Leuten als mir die Möglichkeit gegeben wird, im Dialog positive Erfahrungen machen zu können, entsteht ja möglicher Weise das, was wir in Schwedt dringend benötigen:

Ein respektvoller und konstruktiver Dialog vieler, die ein Interesse und den Willen haben, die Entwicklung unserer Stadt aktiv zu gestalten.

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